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Zur Frage des Auftretens und Fehlens des Erdöles neben den niedersächsischen Salzpfeilern Diskussionsbemerkung zu den Vorträgen der Herren Schleh, Moos, Strobel und Kraiss

Stille, Hans

Kurzfassung

Reichlich Erdöl hat sich im Hannoverschen ja bisher nur neben einigen, nämlich nur vier, Salzstöcken gefunden, während es neben anderen bisher nicht oder höchstens in geringer Menge nachweisbar war. Nun mag man sagen, daß in Fällen letzterer Art die Sondierung des Untergrundes noch nicht weit genug gediehen sei, und man mag hoffen, daß wir später noch an manchen Salzkörpern Erdöl finden, an denen bisher noch keine Erfolge zu verzeichnen sind. Aber doch müssen wir wohl annehmen, daß keineswegs alle Salzpfeiler Erdöl führen. Bis vor kurzem wurde nun so ziemlich allgemein die Vorstellung vertreten, daß das hannoversche Erdöl noch in seinen primären Horizonten stecke, und die Erklärung für sein örtliches Fehlen oder Vorhandensein wurde in den faziellen, namentlich bionomischen, Verhältnissen gesucht, die zur Zeit der Sedimentation der erdölführenden Schichten von Ort zu Ort geherrscht und die Anhäufung der Urmaterialien des Erdöls hier stärker, dort geringer, dort überhaupt nicht ermöglicht hätten, - wie weiter auch in den wechselnden petrographischen Sonderverhältnissen, die einer Konzentration des Öles in bestimmten Gesteinslagen in den Regionen der primären Erdölentstehung mehr oder weniger förderlich gewesen wären. ...