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Der Buntsandstein der Nordsudeten

Scupin, Hans

Kurzfassung

1. Vorbemerkungen: Die Untersuchungen des Verfassers über die Nordsudetischen Dyas bzw. die Frage der Abgrenzung des Zechsteins nach oben ergaben ganz von selbst das Bedürfnis, auch den Buntsandstein in diese mit einzubeziehen, nachdem sich dabei herausgestellt hatte, daß das von BEYRICH als Buntsandstein kartierte Gebiet zum großen Teil noch als Kontinentalbildung des Oberen Zechsteins (zo3) angesehen werden muß, die, abgesehen von Einlagerungen, lithologisch völlig mit den Gesteinen des Buntsandsteins übereinstimmt. In den Darstellungen der niederschlesischen Trias steht die des Muschelkalkes so im Vordergrunde, daß für den Buntsandstein wenig übrigbleibt. Eine besondere Bearbeitung desselben erschien deshalb dringend wünschenswert, um so mehr als eine Gliederung desselben auch für die Frage der Beschaffenheit der Landfläche Ergebnisse versprach, welche das transgredierende Kreidemeer später vorfand, nachdem sich bereits bei Kartierung der nordsudetischen (Löwenberger) Kreide herausgestellt hatte, daß diese verschiedenen Horizonten der Trias aufgelagert ist. Angaben über den nordsudetischen Buntsandstein finden sich bereits im Rahmen der regionalen Gesamtdarstellungen unseres Gebietes oder von Teilen desselben aus älterer Zeit, so bei CHARPENTIER, V. RAUMER, v. DECHEN, LÜTKE und LUDWIG, GLOCKER und PECK. Der erste Versuch einer Gliederung stammt von FR. NOETLING, der auch in großen Zügen auf die Verbreitung, wenn auch noch ohne Bezugnahme auf die Tektonik, eingeht. NOETLING unterscheidet wie anderweitig drei Stufen. Von diesen ist nicht nur sein ,Unterer Buntsandstein", 1-2 m mächtige Letten, 1,2 m glimmerführender Sandstein mit Tongallen, 0,5 m roter dünnschierriger Sandstein und 3,5 m weißer oder roter Sandstein, wie er ihn von Haasel bei Goldberg angibt, sondern auch noch ein großer Teil seines ,Mittleren Buntsandsteins" oberster Zechstein, der allein schon etwa 60 m erreicht. Da andererseits die Abgrenzung des Röts nach unten keine Schwierigkeiten bietet, so wird sich der Versuch einer weiteren Gliederung innerhalb des oberen Teiles seines ,Mittleren Buntsandsteines" zu halten haben, in dem auch ganz deutlich der Beschreibung nach Schichten wiederzuerkennen sind, die im folgenden teils als Unterer, teils als Mittlerer Buntsandstein aufgefaßt werden mußten. ...