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Die Grundwasserverhältnisse der Umgebung von Saarbrücken und die zukünftige Wasserversorgung der Stadt

KEILHACK, KONRAD

Kurzfassung

In den folgenden Ausführungen soll zunächst die Geologie des weiteren Gebietes von Saarbrücken kurz besprochen werden; dann folgt eine Darstellung der Lagerungsverhältnisse der Karbon- und Triasschichten; der 3. Abschnitt behandelt die hydrologischen Verhältnisse der Buntsandsteinformation, ihren spezielleren Aufbau und die physikalischen und chemischen Eigenschaften des darin enthaltenen Wassers; hierauf wird die Herkunft der Buntsandsteinwasser, ihre artesische Beschaffenheit, die daraus sich ergebenden Folgerungen und zum Schluß das zweckmäßigste Vorgehen bei Erweiterung der städtischen Wassergewinnungsanlagen erörtert. I. Die Geologie des weiteren Gebietes der Umgegend von Saarbrücken: Die Stadt Saarbrücken ist in bezug auf Gebiete, denen sie das für ihre Bevölkerung nötige Wasser entnehmen kann, außerordentlich eingeschränkt durch zwei Umstände: einmal durch den in den beiden nördlichen Quadranten des Gebietes umgehenden Steinkohlenbergbau, da in dem von ihm beanspruchten Gebiet jede Wasserversorgung arg gefährdet sein würde, und zweitens durch die nur wenige Kilometer südlich und westlich von Saarbrücken gelegene französische Grenze. Infolgedessen kommt für die Wasserversorgung im wesentlichen nur das südlich von Saarbrücken liegende Saartal und das weiter an dieses nach Osten hin sich anschließende, zum großen Teil bereits zur Bayerischen Pfalz gehörende Gelände in Betracht. Nur auf diese Gebiete sollen sich deswegen die nachfolgenden Ausführungen über den geologischen Aufbau erstrecken. Das Gebiet östlich der Saar bei Saarbrücken wird von der pfälzischen Trias-Mulde eingenommen, deren nördlichen Rand der Saarbrücker Karbonsattel bildet; auf diesen legen sich, nach Süden hin flach einfallend, die Schichten des Buntsandsteins und weiterhin des Muschelkalkes und Keupers auf. Diese Bildungen stellen im Stadtgebiete von Saarbrücken mit mächtigen Schichten des Mittleren Buntsandsteins (Vogesensandsteins) und mit darüber folgenden, wenig mächtigen des Oberen oder Voltziensandsteins den Außenrand einer riesigen, einer Schüssel vergleichbaren Mulde dar, die als die ,Pfälzer Triasmulde" bezeichnet wird.