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Quellen, Wasserleitungen und Bäder in den römischen Rheinlanden.

BEHRENS, G.

Kurzfassung

Schon dem prähistorischen Menschen war die Wichtigkeit guten Trinkwassers klar, so daß er für sorgfältige Fassung der Quellen sorgte, ihre Verunreinigungen vermied, ja sogar schon der Quellgottheit Opfer darbrachte. In St. Moritz ist eine aus Holzbohlen bestehende bronzezeitliche Quellfassung freigelegt worden, in der zwei wohlerhaltene Bronzeschwerter aus der Mitte des 2. Jahrhunderts vor Christi Geburt steckten. Bei der Riesenquelle in Dux (Böhmen) wurde ein Bronzekessel mit über 1200 Bronzegegenständen (Fibeln, Armbänder u. a.) gefunden, die ums Jahr 200 vor Chr. zu datieren sind. Während wir aus der Zeit um Christi Geburt aus germanischem Gebiet nur holzverschalte Zisternen kennen (Dünsbergbei Gießen, Altenburg bei Niedenstein), sind in der mittleren Kaiserzeit in die Pyrmonter Quelle eine emailverzierte Kasserole und zahlreiche Bronzefibeln als Weihegabe versenkt worden. ...