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Der römische Goldbergbau in Hispanien und die Arrugien des Plinius.

Quiring, H.

Kurzfassung

Der römische Goldbergbau auf der Pyrenäenhalbinsel bestand ebenso wie in vorrömdscher Zeit zunächst aus der Gewinnung von Flußgold. Alte Waschhalden finden sich u. a. am Sil, am Tuerto, an den Nebenflüssen des Duero, am Tajo und am Genil, einem Nebenfluß des Guadalquivir. Die Römer gingen dann, noch vor - 100, zum Abbau goldführender Erzsulfidgänge über. Sie begnügten sich damit aber nicht. Da die Erzsulfide (Pyrit, Arsenkies, Bleiglanz) nur in wenig mächtigen und für sich allein kaum bauwürdigen Gängen auftreten, so wandten sich die Römer sehr bald den Erzsulfidnestern und -imprägnationen im Nebengestein zu. Eine Gewinnung der einzelnen Erzlinsen und -nester im Tiefbau war zu kostspielig. ...