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Einige Fragen aus der vergleichenden Oberkreide-Stratigraphie, Beiträge zur Kenntnis der Inoceramen XVII

Heinz, Rudolf

Kurzfassung

Es wird vorgeschlagen, Cenoman und Turon nicht dem Senon, sondern dem Coniac, Santon, Campan und Maastricht nebenzuordnen. Das Dan wird als der Kreide zugehörig erachtet, aber dem Senon nicht unter-, sondern nebengeordnet. Das Cenoman wird in vier Inoceramenhorizonte eingeteilt und die Grenze zum Turon zwischen die Schöndorfi-Schichten und die an der Basis des Turons neuausgeschiedenen Pictus-Schichten gelegt. Damit entfällt auch die Plenus-Zone (wenigstens z. T.) dem Turon. Von Helgoland wird (zur Hauptsache auf Grund von Dünengeröllen) das erste Inoceramenprofil aufgestellt, welches heute schon, verglichen mit Lüneburg, eine weitgehende Vollständigkeit aufweist. Zum ersten Male ist auch Marsupites testudinarius SCHLOTH. nachgewiesen. Im weiteren wird besonders die stratigraphische Auffassung ANDERT'S von Zatzschke und Tannendorf abgelehnt und die volle Gültigkeit meiner Inoceramenstratigraphie für das sudetische Gebiet nachgewiesen. Eine Revision der SCUPIN'schen Inoceramenoriginale ergab die Zugehörigkeit der Gehnsdorfer und Neu-Warthauer-Schichten zum Oberturon. Es werden beschrieben Mimoceramus helgolandicus n. sp. und Sphenoceramus cimbricus n. sp.