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Das Glatzer Schnee- und Bielengebirge und das Moldanubikum.

Fischer, Georg

Kurzfassung

Der Verf. hat im Sommer 1933 die Blätter Landeck, Reichenstein und Ullersdorf begangen, um die Aufnahmearbeiten des verstorbenen Landesgeologen FINCKH abzuschließen. An Hand des Beobachtungsmaterials wird ein Gesamtbild des stratigraphischen und tektonischen Aufbaues entworfen, das die Anschauungen von CLOOS und BEDERKE weitgehend bestätigt und die Hypothese widerlegt, die das Schneegebirgskristallin als wurzellose Scholle über dem Lugikum betrachtet. Es handelt sich innerhalb des Schnee- und Bielengebirges in der Tat um eine Scharung verschieden orientierter Gebirgsbögen und nicht um das Auftauchen eines ,Halbfensters" unter einer fremden Scholle, wie das KÖLBL, getäuscht durch Kippungen einzelner Streifen entlang saxonischer Brüche, festzustellen glaubte. ...