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Der Zinnwalder Zinn-Wolfram-Bergbau; einiges über das Verhalten und den Charakter seiner Lagerstätte.

Hälbisch, W.

Kurzfassung

Die Zinnwalder Lagerstätten sind sowohl ihrer Lage wie ihrer Entstehung nach eng verknüpft mit der Intrusion eines kleinen Granitkörpers in den Teplitzer Quarzporphyr in der Verbindungslinie vom Schellerhauer Granitmassiv zum Graupener Granit. Der kuppelförmig in den Porphyr hineinragende und in seinem oberen Teil abgetragene Granit wird im reichsdeutschen Gebiet von 12 schwebenden Zinn-Wolfram-Gängen durchsetzt, die zwiebelschalenförmig in unregelmäßigen Abständen übereinander liegen und infolge geringeren Einfallens als das der Granitporphyrgrenze unter spitzem Winkel in den Porphyr hinübersetzen. Neben diesen vom Bergmann wegen ihrer Lage als Flöze bezeichneten Gängen haben die die Flöze unregelmäßig begleitenden und auch selbständig in großen Ausmaßen entstehenden Greisen Bedeutung für den Bergbau. ...