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Erdmagnetische Untersuchungen der Elbtalzone zwischen Torgau und Dresden.

Siemens, G.

Kurzfassung

Im varistischen Gebirge stellt die Elbelinie oder Elbtalzone, wie sie im südlichen Teil zweckmäßig genannt worden ist, eine bedeutende Störungs- und Zerrüttungszone dar die die großen Faltenzüge quer durchsetzt. An ihr haben im Anschluß an die Hauptfaltung Transversalbewegungen stattgefunden, indem der östliche Gebirgsteil gegenüber dem westlichen um große Beträge nach SO verschoben worden ist. Südlich der Linie Großenhain-Lommatzsch hat man durch die Kartierung des zu Tage anstehenden Gebirges weitgehende Klarheit über dessen Aufbau und Entstehungsweise erlangen können. Nördlich davon ist jedoch das Bild wenig geschlossen. Hier hat sich die magnetische Methode wieder als nützliches Hilfsmittel zur weiteren Klärung des geologischen Baues erwiesen.