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Zusammenhang von Mikrogefüge und tektonischer Bewegung einer niederschlesischen Kohle als Mittel zur Erkennung der Kohlensäureausbruchsgefährlichkeit.

Höhne, R.

Kurzfassung

Die in der ausbruchsfreien Kohle der niederschlesischen Rubengrube auftretenden Kluft-, Spalt- und Verwerfungsrichtungen, deren Entstehungsart bisher zweifelhaft war, wurden gemessen und ihre Übereinstimmung mit den großtektonischen Bewegungen des Flözgebietes und damit der Zusammenhang von Mikrogefüge und tektonischer Bewegung dieser Kohle nachgewiesen. Die Kohlensäure-Ausbruchskohle, welche bisher als solche petrographisch nicht erkannt weiden konnte, zeichnet sich 1. durch eine starke Durchbewegung der einzelnen Kohlelagen, verbunden mit weitgehender Zerstörung des Gefüges und 2. durch eine nachträgliche Vitrit-, Fusit- und Duritbrekzienbildung und vollkommener Zerstörung des Gefüges aus. Durch diese Methode ist es daher für die Praxis möglich, eine weitere Unterlage für die Ausbruchsgefährlichkeit eines Flözes zu gewinnen.