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Der Lehestreifen im Lehekohlenflöz des Zwickauer Steinkohlenbeckens (Eine fingerdicke Lage zum Teil noch glasiger Asche in einem karbonischen Kohlenflöz.)

Stutzer, O.

Kurzfassung

Der Lehestreifen ist eine fingerdicke Leitlage im Lehekohlenflöz. Obwohl Flöze und Nebengesteine im Zwickauer Becken ihre Mächtigkeit auf kurze Entfernung schnell ändern, bleibt die Dicke des Lehestreifens im ganzen Revier ungefähr die gleiche. Der Lehestreifen ist ganz fest mit der Kohle verwachsen. Der Lehestreifen ist aus kleinen Körnern zusammengesetzt. In einzelnen Fällen sind diese noch frisch erhalten. Sie bestehen dann aus vulkanischem Glas. Auch typische Glassplitter kommen vor. Das unzersetzte Glas führt stellenweise Apatit in winzigen Kristallen. Isolierte größere Apatitkristalle mit Glaseinschlüssen liegen in der Grundmasse des Lehestreifens. Der Lehestreifen entstand aus vulkanischer Asche. Die Asche ist heute zum größten Teil kaolinisiert. Kaolinwürmer liegen in den Glasklumpen und isoliert in der Grundmasse. Die chemische Analyse des Lehestreifens ergab ähnliche Resultate wie die chemische Analyse des kristallisierten Kaolins von Neurode. In Kohlenmooren kann Kaolin entstehen. Findet man den Lehestreifen im benachbarten Ölsnitzer Revier, so kann man das Lehekohlenflöz von Zwickau mit einem der Flöze des Ölsnitzer Revieres identifizieren.