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Mesozoische Krustenbewegungen in Schlesien

Rode, Karl

Kurzfassung

Das Mesozoikum ist und bleibt in Schlesien eine Zeit vorwaltender tektonischer Ruhe, die nur in der Jura- oder älteren Kreidezeit durch den Eintritt flacher Wellung von nicht hinreichend genau erkannter und erkennbarer Richtung und durch offenbar ganz lokale Verwerfungsvorgänge unterbrochen wurde. Zu Beginn der Cenoman-Transgression war das schlesische Gebirge eine Fastebene. Seine Differenzierung begann während der oberen Kreide durch epirogenes Einsinken der inneren Ablagerungsräume, das indessen nicht frei von beschränkten Rückläufigkeiten gewesen zu sein scheint. Erst im oberen Emscher ist erstmalig eine ausgesprochen orogene Phase in der nordöstlichen Nachbarschaft des jungsaxonischen Neißegrabens nachweisbar.