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Diluviale Schichtenfolge und Fossilfunde in der Kiesgrube von Ernst Schauffeie bei Stuttgart-Hofen.

Kranz, Walter

Kurzfassung

Im rechten Gehänge der Neckaraue SW Hofen begann 1928 auf Gewand ,Gänsäcker" und ,Heidenschloß" ein Kiesgrubenbetrieb von Ernst Schauffele, Cannstatt. Schon vorher waren beim späteren SO-Eingang der Grube im Steilhang und an dessen Fuß einige Probeschürfe hergestellt worden (etwa N ,s" von ,Hintere Wiesen" Bl. Cannstatt 1:25 000, II. Ausg. 1930). Ferner waren in den ,Kieswiesen", bzw. ,hinteren Wiesen" 1909/10 für Feuerbacher Wasserversorgungs-Zwecke 8 Probeschächte gemacht worden. Zusammen ergaben diese Aufschlüsse bereits, daß Kiessande von wenigstens 2 alters verschiedenen Neckarablagerungen vorhanden sind: Eine alluviale in der jetzigen Talaue unter Auelehm, wie ich sie auch bei und oberhalb Cannstatt in vielen Aufschlüssen feststellte, und mindestens eine diluviale im genannten Steilhang unter Löß und Lößlehm. Die 8 Probeschächte in der Talaue hatten (nach Akten der Stadtgemeinde Feuerbach) erschlossen: Geländeoberflächen zwischen 212,64 und 213,58 m über NN, 2,24 bis 3,82 m alluvialer Auelehm, 3,05 bis 0,54 m alluvialer Kiessand, - alte (alluviale) Flußsohle zwischen 207,36 und 209,12 NN, ,Fels" (- unterer Hauptmuschelkalk, m o 1). NO hiervon erschlossen die nahe beieinander liegenden Schürfe im April/Mai 1928, am jetzigen SO-Eingang der Kiesgrube nahe S bis SO vom Leitungsmast, vgl. Abb. 1, links: 1. Südöstliche Schürfe; Steilhangoberkante ca. 223,5 NN; 2,4 m Löß und Lößlehm; dl/dlö, - 2,7 m grober Kiessand. Gerölle vorwiegend aus Weißjura- und Hauptmuschelkalk, völliger aus Liaskalk; viel Rät- und andere Sandsteine; dg. - 0,4 m grobe Nagelfluh; n. - 5,4 m (und mehr) grober Kiessand, z.T. stark ockerhaltig; dg. (diluviale Kiessande - und Nagelfluh.). 2. Nordwestliche Schürfe: Steilhangoberkante ca. 223,0 NN; 4,5 m Löß und Lößlehm; dl/dlö. - 1,0 m Nagelfluh; n. - 3,0 m (und mehr) grober Kiessandl; dg. (diluviale Nagelfluh und Kiessande.) ...