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Probleme des Varistikums der Dobrudscha

Paeckelmann, Werner

Kurzfassung

Die ältesten Schichten der Dobrudscha sind die Grünschiefer. Sie mögen algonkisch sein. Sie sind kaledonisch gefaltet und vermutlich zu kimmerischer Zeit en bloc als präbalkanische Platte auf das Varistikum und ältere Mesozoikum der Norddobrudscha aufgeschoben. Ob noch ältere kristalline Schichten in der Norddobrudscha zu Tage treten, wie MURGOCI annimmt, ist unentschieden. Das Paläozoikum der Norddobrudscha transgrediert mit fossilführenden Oberkoblenzschichten in der Fazies der bosporianischen Pendikschichten bzw. des rheinischen Spiriferensandsteins. Darüber folgen Tonschiefer, Riffkalke und phyllitische Schiefer mit Dolomit- und Quarziteinlagerungen in großer, an 2000 m betragender Mächtigkeit. Diese Schichten im Hangenden des Oberkoblenz müssen das Mitteldevon vertreten und dürften auch noch das Oberdevon umfassen. Die devonischen Schichten sind bretonisch gefaltet. Die Falten streichen NW. In Verbindung mit der Faltung sind vermutlich die älteren Granite, die ,Flasergranite" ROTMAN'S, intrudiert. Diskordant über dem Devon liegen die Carapelitschichten. Sie sind karbonisch, auf Grund eines Calamitenfundes vermutlich oberkarbonisch. Sie sind im Gegensatz zum Devon terrestrischer Entstehung. In jungvaristischer Zeit sind sie konform mit den bretonischen Falten isoklinal gefaltet worden. Mit dieser Faltung steht die Intrusion der jüngeren Granite und ihrer zahlreichen Derivate in Zusammenhang. Die Devonschichten der Norddobrudscha bilden zwei Hauptantiklinalen, die durch eine große Mulde von Carapelitschichten getrennt werden.