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Zur Stratigraphie und Palaeogeographie der Eisenerze im Doggersandstein der Frankenalb

Schmidtill, Ernst

Kurzfassung

1. Der Doggersandstein Frankens ist in einem seichten Meere sedimentiert worden; nur in einem engbegrenzten Gebiet des Ostrandes wurde Strandfazies beobachtet. 2. Die Mächtigkeit des fränkischen Doggersandsteins schwankt zwischen 30 und über 100 m; die größten Mächtigkeiten sind am Nord-, Ost- und Südrand der Alb entwickelt. 3. Der Eisengehalt des Doggersandsteins ist teils primäre Ablagerung, teils sekundäre Infiltration. Primär sedimentiert sind der im Sandstein gleichmäßig verteilte Eisengehalt (wenn er auch ursprünglich vielleicht in anderer Form vorlag) und die Roteisenoolithflöze; sekundär die Limonitsandsteinbänke und die Limonitschwarten. Ob der Rötel eine primäre oder sekundäre Bildung darstellt, ist noch nicht entschieden. 4. Es werden erzhöffige und erzarme Gebiete und ihre Gesetzmäßigkeiten festgestellt. 5. Diese Gesetzmäßigkeiten sind nur aus der Paläogeographie des Dogger-ß-Meeres zu verstehen. 6. Sowohl innerhalb des Doggersandsteins, wie an der Basis der Sowerbyi-Kalke tritt je eine horizontbeständige Konglomeratbank auf. 7. Die Verbreitung der ß-Konglomeratbank läßt eine Anzahl von SW nach NO streichende Schwellen erkennen, die durch Senken getrennt werden. 8. In den nachgewiesenen Senken liegen die abbauwürdigen, ± mächtigen Roteisenoolithflöze 1 und 2; auf den Schwellen besitzen die Flöze nur geringe Mächtigkeit. 9. Die übrigen Roteisenoolithflöze erscheinen im ganzen Gebiet nicht abbauwürdig; auch die sekundären Eisenanreicherungen interessieren den Bergmann zurzeit nicht. Dagegen wird der Rötel heute noch abgebaut.