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Die Würzburger Lügensteine im Lichte neuer archivalischer Funde.

Kirchner, Heinrich

Kurzfassung

Der Verfasser fand im Staatsarchiv Würzburg die Protokolle über die Vernehmung der 3 Eibelstadter Burschen, die BERINGER die ,Lügensteine" überbracht hatten. Aus den Protokollen ist ersichtlich, daß JOH. GG. VON ECKHART und J. IGN. RODERIQUE die Urheber des Betruges waren und sich bei der Herstellung der Fälschungen eines Eibelstadter Burschen (Christian Zänger) bedienten. Die Übersetzung der Lithographia Wirceburgensis ergab, daß BERINGER alle damals für ähnliche Gebilde geltenden Meinungen für die Eibelstadter Bildsteine ablehnte und sie auch nicht für Versteinerungen hielt. Er vergleicht sie mit Naturspielen, die durch Auskristallisation entstehen können. Mit der Veröffentlichung bezweckte BERINGER lediglich, die Fachgelehrten auf die sonderbaren Bildsteine hinzuweisen und deren Meinung I darüber zu erfahren.