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Die ,Oberlausitzer Grauwackenformation"

Berg, Georg

Kurzfassung

Die Grauwacken im Nordosten des kulmischen Lyditkonglomerats nördlich von Görlitz werden trotz ihrer Ähnlichkeit mit den Grauwacken und Tonschiefern in dessen Hangendem von der Kulmformation abgetrennt und ebenso wie die östlich von Görlitz auftretenden Grauwacken und Schiefer mit den weiter südlich verbreiteten Gesteinen der Gegend von Heidersdorf, Lauban und Langenöls vereinigt. Diese ,Oberlausitzer Grauwackenformation" gehört als NW-Ende zum altpaläozoischen Schichtensystem des Bober-Katzbach-Gebirges. Sie wird stratigraphisch gleichgestellt mit den Schichten, die bei Bolkenhain und Kauffung reichlich von Diabas durchsetzt immer in der Nähe der unterst-gotlandischen Graptolithenschiefer, wahrscheinlich in deren Liegendem, auftreten. Der echte Kulm endet entweder nördlich von Görlitz am quer zu den älteren Schichten gerichteten Klingewalder Tertiärgraben oder dicht südlich der Stadt am Tertiär von Moys. Höchstwahrscheinlich ist derselbe ,Pseudokulm" wie die Oberlausitzer Grauwacken (mindestens z. T.) auch die ,Nordsächsische Grauwackenformation", vielleicht auch der Kulm des Jeschkengebirges und der Kulm des Adelsbacher Horstes bei Bad Salzbrunn.