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Ein Fossilvorkommen in den Throner Quarziten westlich von Horath (Unterdevon des hinteren Hunsrücks.)

Kutscher, Fritz

Kurzfassung

Der gesamte Schichtenkomplex von den Taunusquarziterhebungen des Idarwaldes bis zur Mosel hin wird nach der heutigen Auffassung für Hunsrückschiefer gehalten. LEPPLA hatte schon einen beträchtlichen Teil dieser Schichten, und zwar vorwiegend die sandigen Partien, zusammengefaßt und mit dem Namen Throner Quarzite belegt. Trotz der Spezialkartierung war eine genaue Altersbestimmung aus Mangel an Fossilien nicht möglich. Aus tektonischen, ja sogar geographischen Gründen heraus verblieben diese Schichtenpakete im Hunsrückschiefer. In meiner Arbeit über die Throner Quarzite (1934), in der ich auch weitere Einzelheiten und die Literatur dieser Gesteinsschichten zusammengestellt habe, war ich auf Grund vereinzelter Fossilfunde und auch petrographischer Merkmale für die Gleichsetzung der genannten Schichten mit dem Born icher Horizont eingetreten. Im Frühjahr 1935 hatte ich Gelegenheit durch Anlegung eines Schurfes eines dieser Fossilvorkommen in den Throner Quarziten westlich von Horath weiter auszubeuten. Das Ergebnis möchte ich kurz bekanntgeben. Es hat sich gezeigt, daß der gesamte Komplex der Throner Quarzite nicht einheitlichen Alters ist, diese vielmehr einen Sammelbegriff darstellen. Die Fauna bei Horath tritt in einer sandigen Linse inmitten eines Tonschieferpaketes auf. Die Erhaltung der stark verdrückten Fossilien ist sehr schlecht. Nach der vorläufigen Bestimmung handelt es sich um folgende Formen: Favositiden, neue und unbestimmte Formen, sehr häufig: Pleurodictyum n. sp., Dendrozoum rhenanum FUCHS, Orthis circularis Sow., Orthis personata ZEIL., Stropheodonta herculea DREV., Stropheodonta murchisoni A. V., Stropheodonta cf. sedgwicki A. V., Megalanteris (Meganteris) media MAURER, Spirifer primaevus STEIN., Spirifer hystericus SCHLOTH., Spirifer cf. parvejugatus MAURER, Kochia capuliformis KOCH.