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Über alte Eintiefungen im südlichen Vorlande des Harzes.

Fulda, Ernst

Kurzfassung

Bohrungen auf Kupferschiefer haben bei Rottleberode und bei Gonna unerwartete Aufschlüsse im Deckgebirge gebracht. In der Linie Stempeda-Rottleberode-Uftrungen wurde eine vermutlich praetertiäre Senke angetroffen, die bis etwa 100 m unter die gegenwärtige Talsohle herabreichte. Vielleicht hat hier ein restlos abgelaugter Salzstock vorgelegen, dessen Narbe durch Wind bis in das Unterdevon hinein vertieft wurde. Bei Anbruch der humiden Zeit im Eocän wurde die Senke hauptsächlich mit Buntsandstein- und Zechsteinmaterial, stellenweise auch mit Harzschotter ausgefüllt. Untergeordnet kommt auch Braunkohle vor. Ähnlich wird ein Gebiet zwischen Gonna und Sangerhausen erklärt. Dort haben Bohrungen, die über 200 m herabreichen, das Liegende des Tertiärs noch nicht erreicht.