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Zur Prüfung von Betonzuschlagstoffen

Breyer, Hans

Kurzfassung

Herr WALTER KRANZ, Stuttgart, hat meine Ausführungen über die Entwicklung der Gesteinsprüfung und ihrer Verfahren in dieser Zeitschrift zum Anlaß genommen, um auf die allgemein bekannten Tatsachen hinzuweisen, daß es bei der Herstellung von Beton außer auf einwandfreies Wasser auch sehr wesentlich auf die als Zuschlagstoffe verwendeten Gesteine ankommt und daß bei der Auswahl und Beurteilung von Betonzuschlagstoffen eine fachgeologische Mitwirkung von größtem Nutzen ist. Daß diese von ihm besonders hervorgehobenen Dinge auch mir wohl bekannt sind, geht sowohl aus meinen früheren Veröffentlichungen als auch aus meinem obigen Aufsatz zur Genüge hervor. In meinem Aufsatz ,Über die geologische Untersuchung von Steinbrüchen und die Prüfung von Gesteinen auf Wetterbeständigkeit" heißt es unter anderem z. B.: ... Außerdem habe ich aber auch in der Arbeit über die Entwicklung der Gesteinsprüfung auf die Notwendigkeit, die geologische und petrographische Seite bei der Gesteinsprüfung zu berücksichtigen, hingewiesen. Der nachdrücklichen Forderung von W. KRANZ hinsichtlich geologischpetrographischer Untersuchungsverfahren und Beachtung geologisch-petrographischer Gesichtspunkte bei der Auswahl und Prüfung von Betonzuschlagstoffen hätte es daher m. E. nicht bedurft. Schließlich dient doch die Gesteinsprüfung, deren Entwicklung ich behandelt habe, letzten Endes überhaupt nur dem einen Zweck, die für den jeweiligen Verwendungszweck am besten geeigneten Naturgesteine herauszusuchen. Herr KRANZ hat m. E. die große Linie und den Zweck meines in Darmstadt gehaltenen Vortrags vollkommen übersehen. Er ist auch offensichtlich von der irrigen Voraussetzung ausgegangen, daß nach meinen Ausführungen Betonzuschlagstoffe einzig und allein auf Kornzusammensetzung, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit geprüft werden sollen, dagegen die petrographischen Eigenschaften der als Betonzuschlagstoffe zu verwendenden Gesteine ganz außer acht gelassen werden können, weil ich mich bei der Behandlung der Betonzuschlagstoffe sehr kurz gefaßt habe. Eine derartige Einstellung, die den Anfangsgründen der technischen Gesteinsprüfung zuwider laufen würde, lag und liegt mir indessen vollkommen fern.