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Zur jüngsten geologischen Geschichte der westargentinischen Kordillere nebst tektonischem Überblick über die Andengebirgsbildung.

Stappenbeck, R.

Kurzfassung

Am Beispiele des Ostabhanges der Mendoziner Kordillere werden die tektonischon und sedimentären Vorgänge besprochen, die sich seit der Herausbildung der großen miozänen Abtragungsfläche der Kordillere, der heutigen Gipfelflur abgespielt haben. Seit dem Miozän macht sich ein immer stärkeres und immer schnelleres Aufsteigen der Kordillere bemerkbar, namentlich vom Ende des Pliozäns an, dem das tiefe Einsinken des Vorlandes auf der argentinischen Seite und die Bildung der Längstalgräben und der Tiefseegräben auf der chilenischen Seite entspricht. Diese Bewegungen spiegeln sich in den immer gröber werdenden terrestrischen Sedimenten der ober-miozän-pliozänen Calchaquíschichten (über 1500 m mächtig) und der jungpliozän-aliauartären Jujuyschichten (bis 2000 m mächtig) wieder. ...