Original paper

Nochmals zur Prüfung von Betonzuschlagstoffen

Kranz, Walter

Kurzfassung

Herr HANS BREYER irrt sich, ich habe in meinen kurzen Ausführungen über die ,Prüfung von Betonzuschlagstoffen" ,die große Linie und den Zweck" seines Vortrages auf der Natursteintagung 1935 nicht ,übersehen" oder gar ,mißverstanden", mein Aufsatz war auch keine ,Entgegnung", weder auf den von mir geschätzten Vortrag von Herrn BREYER, noch auf andere. Ich hatte ein ganz allgemeines Bedauern darüber ausdrücken wollen, daß auf der Natursteintagung 1935 die Prüfung von Beton kaum berührt worden war, erfuhr aber von der Schriftleitung, daß sich die Deutsche Geologische Gesellschaft auf ,Naturstein" beschränken und Beton, Kunststein und sonstige Baustoffe ausschließen mußte, da die Erörterungen sonst uferlos geworden wären. Die Leitung war daher genötigt, alle anderen Vorträge zurückzuweisen und hatte auch mit Herrn BREYER eine solche Beschränkung vereinbart. Ich hielt es aber als ehemaliger Betonfachmann für meine Pflicht, auf die Notwendigkeit hinzuweisen, daß die Bautechnik mehr als bisher den Fachgeologen bei Auswahl und Prüfung der Betonzuschlagstoffe zu Rate ziehe. Dabei mußte ich an eine Bemerkung über Betonzuschlagstoffe anknüpfen, mein Aufsatz hätte sonst ,ziemlich in der Luft gehangen"; und diese kurze Bemerkung fand ich im BREYER'schen Vortrag (a. a. O. 1935, S. 442, Ziff. 5). Auf einem solchen Grenzgebiet etwas als ,allgemein bekannt" vorauszusetzen, halte ich für verfehlt. So manchem Geologen werden die praktisch technichen Unterlagen fehlen, und so manchem Techniker die geologischen. Deshalb habe ich (a. a. O. 1935) meine mehrjährigen Erfahrungen aus der Praxis mit Betonproben und die neue Tabelle ungefährer Beton-Druckfestigkeiten mit verschiedenen Gesteinen in den 2 Mischungsverhältnissen 1:4 und 1:6 kurz zusammengefaßt. Die Geologen wünschen doch wohl, daß auch die betreffenden Techniker lesen, was sie in geologischen Zeitschriften oder wenigstens in den Sonderabdrucken angeht ebenso wie umgekehrt. ...