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Zur Geologie der Erdöllagerstätten am Westrande des argentinischen Chacos

Wellhöfer, B.

Kurzfassung

Im Jahre 1932 war ich im Auftrage der Generaldirektion der Staatlichen Petroleumausbeute Argentiniens im Nordosten der Provinz Salta tätig und hatte zusammen mit Dr. K. E. BOEHM als Spezialaufgabe, die Lomas de Olmedo, einen bis dahin fast unbekannten Höhenzug am Westrand des argentinischen Chacos erdölgeologisch zu untersuchen. Die Lomas de Olmedo erstrecken sich in etwa NNO-SSW-Richtung zwischen dem Wendekreis des Steinbockes und dem 24. südlichen Breitengrad und liegen ostwärts des 64. westlichen Längengrades. Sie bilden zusammen mit den im Südwesten sich anschließenden Gebirgsketten der Sierra Santa Barbara, der Sierra Centinela, der Sierra La Ronda und der Sierra del Maíz Gordo ein Gebiet, das im Osten durch den Chaco der Provinz Salta, im Süden durch den Rio del Valle, im Westen durch den Rio San Francisco und im Norden durch den Rio Bermejo begrenzt wird. Dieses Gebiet ist nur selten von Geologen besucht worden. Der erste war wohl BRACKEBUSCH, der im Jahre 1881 dort weilte und seine Ergebnisse im Jahre 1883 in den ,Estudios sobre la formacion petrolifera de Jujuy" veröffentlichte. In den Jahren 1913-14 machte BONARELLI einige kürzere Streifzüge in das Gebiet, über die er in seiner ,Tercera contribución al conocimiento geológico de las regiones petrolíferas subandinas del Norte" im Jahre 1921 berichtet. Eine größere Exkursion führte im Jahre 1920 der Geologe der Standard Oil, G. L. HARRINGTON aus, deren Ergebnisse aber nicht veröffentlicht wurden. Von 1928 bis 1931 war dann, zuerst im Auftrag der Dirección General de Minas y Geología und später für die Generaldirektion der Staatlichen Petroleumausbeute, Dr. TOR HAGERMAN im Südteil des Gebietes tätig. Seine Ergebnisse legte er in einem umfangreichen Bericht über die Geologie der Gebirge: Santa Barbara, Centinela, La Ronda und Maíz Gordo in den Provinzen Salta und Jujuy nieder, von dem leider bisher nur eine kurze Zusammenfassung im Boletin de Informaciones Petrolíferas usw. vom Juli 1933 im Druck erschienen ist. Stratigraphie. - Paläozoikum: Ablagerungen paläozoischen Alters finden sich nur im Südteil des Gebietes und zwar in den Sierras Santa Barbara und Centinela. Das älteste Gestein, das sich findet, ist ein grauwackenähnlicher Sandstein von dunkelgrüngrauer oder bräunlicher Färbung. Die aufgeschlossene Mächtigkeit beträgt etwa 100 m. Darüber liegen 300-400 m dunkle, bituminöse Tonschiefer, in die sich hauptsächlich in den liegenden und hangenden Partien graugrüne Sandsteine einschalten. ...