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Die Schüttung der unternamurischen Konglomerate des Indegebietes bei Aachen

Hahne, Carl; Seidel, Gerhard

Kurzfassung

Die namurische Schichtenfolge des Indegebietes ist im Gegensatz zu der der westlich und östlich anschließenden Kohlengebiete besonders durch mächtige mehr oder weniger horizontbeständige Konglomerate und Sandsteine ausgezeichnet. Vor allem sind es zwei Konglomerat-Sandstein-Packen im unteren Namur, die HOLZAPFEL den ,Burgholzer" und den ,Gedauer" Horizont genannt hat. HAHNE hat die Stratigraphie dieser Horizonte eingehend behandelt. Das fazielle Verhalten dieser Horizonte war bisher nur schlecht bekannt. HOLZAPFEL und WUNSTORF beschränken sich auf die allgemeine Angabe, daß das Konglomerat nach Westen und Osten zu Ende gehe. HAHNE gab auf Grund einiger Messungen an, daß die Körnung der Konglomerate sehr unregelmäßig sei, daß sich ein bestimmter Sinn nicht erkennen lasse. Möglich sei eine Abnahme der Körnung von Süden nach Norden. Die diese Angaben nicht befriedigten, haben wir in den vergangenen Jahren systematisch alle Aufschlüsse, im ganzen etwa 75, neu aufgenommen und ausgewertet. Da es uns besonders auf die Schüttung ankam, haben wir vor allem die Körnung der Konglomerate beachtet und hier wieder besonders die Korngröße der Quarze, die immer den Hauptbestandteil der Konglomerate ausmachen. Wir nahmen dabei an, daß gerade die Quarze wegen ihrer Häufigkeit und ihrer Transportbeständigkeit am ehesten Rückschlüsse über Transportweg und Transportrichtung erkennen lassen müßten. Alle anderen Bestandteile eignen sich wegen ihrer geringeren Härte und ihrer geringeren Häufigkeit weit weniger für diese Untersuchung. ...