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Bemerkung zum Vortrag von O. STUTZER

Ahrens, Wilhelm

Kurzfassung

Gegen die Deutung des Nördlinger Rieses als Meteorkrater sprechen vom vulkanologisch-petrographischen Standpunkt aus vor allem folgende Tatsachen und Erwägungen: 1. Der wiederholte Ausbruch der ,Suevittuffe" (vgl. das Profil von der Aumühle bei Öttingen, diese Zeitschr., 81, S. 95, 1929); 2. das Auftreten von Wurfschlacken, z. B. am Heerhof; 3. das Vorkommen von Aragonit, wodurch das Vorhandensein von Thermalquellen im Nördlinger Ries und im Steinheimer Becken bewiesen und eine vorhergehende Fumarolentätigkeit zum mindesten wahrscheinlich gemacht wird; 4. es ist durchaus nicht erwiesen, daß als Gas nur Wasserdampf in Frage kommt.