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Vorführung und Erläuterung eines lebensgroßen Modells eines Paläohippiden aus der Geiseltal-Braunkohle.

Herrmann, R.

Kurzfassung

Ein Paläohippidenskelett, das durch die Ausgrabungen des hallischen Geologisch-Paläontologischen Institutes im Geiseltal 1933 aufgefunden wurde, ist so gut erhalten, daß eine lebensgroße körperliche Nachbildung des Tieres möglich ist. Sie ergibt eine Gesamtlänge (bei gestreckter Kopfhaltung) von 90 cm und größte Höhe von 45 cm im Nacken. Die Gesamtgestalt kommt der von Tapirus americanus - bis auf die mehr pferdeähnliche Schnauze - sehr nahe. Eine kräftige Crista sagittalis und hohe Dornfortsätze der vordersten Rückenwirbel - wie bei jenem - geben Anlaß zur Annahme eines fleischigen Nackenkammes mit kurzer Mähne. Vergleiche mit Propaläotherium hassiacum HAUPT, sowie mit Eohippus venticolus COPE, dessen Lebensbild nach der SIMPSON'schen Aufstellung des Skelettes neu entworfen wurde, und Vorweisung des Entwurfes zu einer bildlichen Darstellung des modellierten Paläohippiden inmitten eozäner Vegetation beschlossen den Vortrag.