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Bemerkungen zum Vulkanismus des Rotliegenden im südöstlichen Thüringer Walde

von Gaertner, Hans-Rudolf

Kurzfassung

Die Neuaufnahme des Blattes Ilmenau im Jahre 1928/29 durch F. DEUBEL und des Rotliegenden Anteiles von Bl. Unterneubrunn im Jahre 1933/34 durch mich brachte zahlreiche neue Beobachtungen über den Vulkanismus im Rotliegenden. Diese Beobachtungen ergänzen und erweitern die im wesentlichen bisher von E. ZIMMERMANN und SCHEIBE (LORETZ, SCHEIBE & ZIMMERMANN, 1908) gewonnenen Ansichten über den Aufbau der Gehrener Schichten. Die Aufnahme des Blattes Ilmenau bestätigt in der Umgebung dieses Ortes die bisherige Anschauung über den Aufbau des Rotliegenden aus einem verhältnismäßig ruhigen Wechsel zwischen Eruptivdecken, Tuffen und magmafreien Sedimentserien. Hingegen zeigt der von LORETZ aufgenommene Ostteil des Blattes große Unregelmäßigkeiten in der Lagerung. Die Eruptiva der Gehrener Schichten sitzen stock- und gangartig ineinander und sind von groben Tuff- und Schlotbreccien begleitet (F. DEUBEL usw. 1932, S. 754, G. FISCHER & H. HELLMERS 1933). 1.: Die Aufnahme des Blattes Unterneubrunn ergänzt die dort gewonnenen Beobachtungen auf das beste. Fast das ganze Blatt gehört zu der Intrusionszone, die den Ostteil des Blattes Ilmenau aufbaut. Als neu kommen zahlreiche Beobachtungen in der Umgebung von Unterneubrunn und Frauenwald hinzu, welche die Beziehungen der Intrusionen im Grundgebirge zu den Stöcken und Lagergängen im höheren Deckgebirge klar und eindeutig verfolgen lassen. Das Grundgebirge wird auf Blatt Unterneubrunn von zahlreichen 1-20 m starken Glimmerporphyrit-, Kersantit- und Porphyr- (Orthoklasporphyr-) Gängen durchschwärmt. Die Gänge lassen sich noch etwas auf das anschließende Blatt Großbreitenbach hinüberverfolgen, nehmen aber gegen Südosten an Zahl und Mächtigkeit rasch ab. Eine kleine Häufung von Orthoklasporphyrgängen treffen wir an der Südostgrenze des Algonkiums in der Gegend von Katzhütte. ...