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Die varistische Metallogenese in den Sudeten.

Petraschek, W. E.

Kurzfassung

Die von den varistischen Granitintrusionen in den Sudeten abzuleitende Erzlagerstättengruppe zeigt bemerkenswerte Einheitlichkeit. Ihr Alter ist naturgemäß gleich dem der Granite, welches wir wohl als asturisch darum ansprechen können, weil sich Gerölle der lamprophyrischen Ganggefolgschaft (nämlich Porphyrite) noch im Stefan der innersudetischen Mulde finden, während andererseits lamprophyrische Ganggesteine (Kersantite) das Carbon bis hinauf in die Schatzlarer Schichten durchsetzen. Räumlich ist die Mehrzahl der zum Riesengebirgsgranit gehörenden Erzlagerstätten an die östliche Quellspalte dieses Granitmassivs im Bereich des Landeshuter Kammes und seiner nördlichen und südlichen Fortsetzung gebunden. In stofflicher Hinsicht zeigt sich eine deutliche zonare Anordnung der Lagerstätten, indem Arsenkies-Magnetkiesvorkommen zumeist nahe am Granit, Kupfererzgänge weiter und Eisenspat- und Roteisengänge, letztere zum Teil das Produkt descendenter Umwandlung aus Spat, am weitesten entfernt liegen. ...