Original paper

Untersuchungen am Schollener See (bei Rathenow) mit Ausblicken auf die Entstehung fossiler Bitumina.

Potonié

Kurzfassung

Die Schlammarten des Schollener Sees werden besprochen. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Gyttja des Schollener Sees, die sich unter dem Namen Pelose in der Heilpraxis in ausgezeichneter Weise bewährt hat. Die Untersuchung zeigt, daß die Pelose ein im Schollener See auf weiter Erstreckung und in beträchtlicher Mächtigkeit sehr gleichartig vorkommendes Material ist, so daß der Balnotherapie für lange Zeit ein Material von immer gleicher Güte zur Verfügung gestellt werden kann, wodurch die Pelose als Standardtypus eines Heilschlamms anzusehen ist. Eine geologische Aufnahme der Lagerstätte sowie ein auf Grund von Bohrungen konstruiertes Profil durch das Lager zeigen, daß die Mächtigkeit der Pelose nur in den randlichen Teilen der heute noch offenen Wasserfläche etwas abnimmt und vielfach 6 m überschreitet. ...