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Beitrag zur Kenntnis der Kreide von Ekinveren bei Sinop

Fuchs, Bruno

Kurzfassung

Aus den Kreideablagerungen von Ekinveren wurden dem Geolog. Institut Tübingen durch Geh. Rat Prof. SALOMON-CALVI, Ankara, Fossilien geschickt, deren Bestimmung und Bearbeitung Herr Prof. HENNIG dem Verf. übertrug. An dieser Stelle sei den Herren Geh. Rat Prof. SALOMON-CALVI und Prof. HENNIG der Dank dafür ausgesprochen, sowie für das Interesse, das jederzeit der Arbeit entgegengebracht wurde und die Literaturhinweise. Weiteres Material, von Dr. PETUNNIKOV, Belgrad, aus der Gegend von Ekinveren aufgesammelt, ist ebenfalls bearbeitet worden. Der Erhaltungszustand der Fossilien ist im allgemeinen sehr schlecht. Typische Leitformen für Kreideschichten, Ammoniten und Trigonien, sind nicht vorhanden. Es wurde bei der Bestimmung für die Seeigel, Terebrateln und Gastropoden das Werk von D'ORBIGNY, Pal. franc. Terr. crétacé, für die Muscheln die Arbeiten von H. WOODS, Paläontograph. Society und für die Belemniten die Arbeiten von STOLLEY benützt. Das die Fossilien umgebende Gestein ist ein grauer Kalk von sehr geringem Tongehalt. (Eine Probe wurde in Salzsäure aufgelöst und es blieb nur ein geringer unlöslicher Rest von Ton zurück.) Im Anschliff zeigt das Gestein eingelagerte Schuttpartikelchen von meist eckiger Form. Weiterihin sind runde und eckige Kalkspäte vorhanden. Im folgenden soll auf die Funde, die alle von Ekinveren oder der näheren Umgebung stammen, näher eingegangen werden. Einzelbeschreibung ist durch die schlechte Erhaltung des Materials nicht möglich. Die Lammellibranchier sind durch die Familie der Ostreiden, mit der Gattung Ostrea und Exogyra und durch die Pectiniden vertreten. Die Exogyren zeigen durchweg ein sehr starkes Dickenwachstum und Großwüchsigkeit. Diese Merkmale deuten zusammen mit dem im anhaftenden Gestein vorhandenen Schutt auf einen Lebensraum hin, der in der Brandungszone bzw. Strandnähe gelegen hat. Sehr häufig ist die Art Exogyra sinuata Sow. Sie hat eine sehr große Variationsbreite, so daß es bisweilen sehr schwer ist, die Form genau zu identifizieren. ...