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Die Blei-Zinkerzgänge des Hunsrücks.

NÖRING

Kurzfassung

Im Hunsrück haben über 150 Vorkommen hydrothermaler Blei-Zinkerze bergmännische Beachtung erweckt. Quarz, Zinkblende, Bleiglanz mit Silber- und Goldgehalt, Kupferkies, silberreiches Fahlerz, Schwefelkies mit Nickelgehalt, Magnetkies, Antimonerze, Kalkspat, Dolomit, Eisenspat, Schwerspat und Apatit sind die primären Mineralien der Ganggruppe. Einer anderen Gruppe gehören die Roteisensteingänge des Hunsrücks an. Die Blei-Zinkerze treten in streichenden und in Quergängen im variszischen Gebirge auf. Daneben sind Aufblätterungszonen mit quergerichtetem Generalstreichen bekannt geworden. Fast immer sind diese Erze an die Schiefer des Hunsrückschiefers, des Unterkoblenz und des Oberkoblenz gebunden und fehlen in den Gesteinen des Vordevons und des Gedinnes, im Taunus- und Koblenzquarzit, während umgekehrt die Roteisensteingänge an Taunus- und Koblenzquarzit nahezu vollständig geknüpft erscheinen. ...