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Die Blei-Zinkerzvorkommen von Ems und Holzappel.

HERBST

Kurzfassung

Die Emser Gänge setzen in sandigen Tonschiefern und Grauwacken der Oberkoblenzschichten in stark gestörter Gangmulde zwischen Emser und Lahnsteiner Quarzitsattel auf. Die Gänge setzen spitzwinklig durch die Schichten an großen, streichenden Überschiebungen ab und an. Die Überschiebungen, Bestege genannt, lassen vielfach Gesteinswechsel erkennen und geben der Gangmulde das Gepräge starker Schuppung. Die nächstjüngeren Hauptklüfte sind Rechtsverwerfer, die jüngsten Quer- und Quarzklüfte haben nur örtliche Bedeutung. Aufgeschlossen sind im Felde der Gewerkschaft Merkur 14 Gänge, deren Verhalten eng an Nebengestein und Störungen gebunden ist. Es liegt überall die Blei-Zinkerzteufe vor. Oxydations- und Zementationszonen sind früher gebaut worden. Die Gänge sind in einer über 35 km verfolgbaren Gangzone vergesellschaftet. Der Holzappeler Gangzug mit seinem weißen Gebirgsgang, Hauptgang, liegendem weißen Gebirge und den zwei Weinährer Gängen setzt in Unterkoblenzschichten auf, die Spalten folgen meist der Schieferung. Die höffigsten Gangteile liegen in stark gestörten Schichten sandig-glimmriger Tonschiefer, die Gänge sind mit der primären 'Spateisen-Quarzfüllung weit zu verfolgen. ...