Original paper

Zur paläogeographischen Analyse und geologischen Herkunft der sogenannten cenomanen Grundschotter in Sachsen.

SCHREITER, R.

Kurzfassung

1. Die basalen Grundschotter, Sande und Kiese, die sich im weiteren Umkreis von Freiberg an den Rändern der Reinhardtsgrimmaer, Dippoldiswaldaer, Paulsdorfer, Höckendorfer und Grillenburger Heide, sowie nw. von Freiberg bei Langhennersdorf finden, können nicht als marin-litoral, sondern müssen im Sinne von SCHANDER als ,unregelmäßige Schotterabsätze periodischer Wasserläufe" gedeutet werden. Der Zuteilung zur fluviatilen Stufe des Genomans, der auch die Sandsteine mit pflanzenführenden Tonlinsen (Niederschönaer Stufe) angehören, hat man bereits in der 2. Auflage der geologischen Blätter 1:25 000 Rechnung getragen. Im einzelnen werden eine Reihe neuer geologischer Beobachtungen an Grundschotter-Aufschlüssen z. B. bei Langhennersdorf usw. von Freiberg gebracht. 2. Mengenmäßig im groben Durchschnitt besteht eine Härteauslese. Die Gerolle sind Milchquarz mit mindestens 90%, Kieselschiefer und Hornsteine mit 3-5%. Vereinzelt kommen Gneis- und Diabasgerölle vor. - Die Zählmethode hat nur bedingte Gültigkeit. ...