Original paper

Graptolithen aus dem Phycodenquarzit Thüringens

Schmidt, Wolfgang

Kurzfassung

Nach kurzem Überblick über unsere bisherige Kenntnis von Fossilinhalt und stratigraphischer Stellung des Phycodenquarzits von Thüringen wurden die von VOLK und dem Verfasser aus dieser Stufe an zwei Stellen gesammelten Graptolithen von Blatt Steinach beschrieben. Von dem einen Fundpunkt, der nicht unmittelbar in den hangendsten Partien der Stufe liegt, ließen sich bestimmen: Clonograptus flexilis (J. HALL), Clonograptus cf. flexilis (J. HALL), Holograptus richardsoni (J. HALL). Aus dem anderen Fundpunkt, der die höchsten Teile des Phycodenquarzits und z. T. noch den Unteren Erzhorizont umfaßt, stammen folgende Bestimmungen: Clonograptus flexilis (J. HALL), Holograptus richardsoni (J. HALL), cf. Herrmannograptus galgebergi MONSEN, Didymograptus cf. deflexus ELLES & WOOD, Didymograptus demissus TÖRNQUIST, Didymograptus aff. balticus TULLBERG, Tetragraptus cf. quadribrachiatus (J. HALL). Aus dem basalen Griffelschiefer wurde durch HABERFELNER ein Dichograptus octobrachiatus (J. HALL) nachgewiesen. Stratigraphisch ergibt sich aus der Auswertung des Graptolithenmaterials eine Parallelisierung des höheren Phycodenquarzits mit dem tiefsten Arenig verschiedener Länder, das sehr wahrscheinlich dem höheren d|3, Böhmens entspricht.