Original paper

Über den Nachweis von Krustenbewegungen durch Feineinwägungen und über den Bau von Festpunkten am Elbtalgraben

Gallwitz, H.

Kurzfassung

Die Krustenbewegungen werden in unstetige, die plötzlich bei Erdbeben 1 auftreten, und in stetige, langsam vor sich gehende, geteilt und an Hand einiger in Tabelle 1 und 2 zusammengestellter Zahlenwerte miteinander verglichen. Trotz der noch vielfach unsicheren Zahlenwerte für die stetigen Krustenbewegungen, ist ihre Bedeutung doch unverkennbar und daher ihre Beobachtung für wissenschaftliche und praktische Fragen von großer Wichtigkeit. Der Elbtalgraben ist eine alte tektonische Senkungszone mit geologisch nachweisbaren Bewegungen noch im Diluvium. Er muß auch jetzt als bewegungsverdächtig gelten, zumal die Gefällskurve der Elbe bei Überquerung der Störungslinien gewisse Unregelmäßigkeiten zeigt. Lage und Bau von zwei Meßstrecken über die Randstörungen des Elbtalgrabens werden beschrieben, wobei die Anordnung von drei Festpunkten zu je einer Punktgruppe an den Enden der Strecken und die Art der Gründung besondere Beachtung verdienen. Die bisherigen Vermessungsarbeiten und der Plan der weiteren wird dargestellt.