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Geochemie und Mineral- und Gesteins - Bildung.

Berg, G.

Kurzfassung

Die Geochemie kann man definieren als die Lehre von den Wanderungen und Konzentrationen der Elemente im Verlauf der chemisch-geologischen Prozesse. Wenn wir Konzentrationen feststellen wollen, müssen wir uns zuvor klar sein, in welcher relativen Verbreitung die einzelnen Elemente in den uns bekannten Teilen der Erdrinde enthalten sind. Von solchen Forschungen ist die Geochemie ausgegangen (VOGT. CLARKE, WASHINGTON). Die Elementverteilung bei der Erstarrung der Eruptivgesteine ist verschieden im Laufe der Erst-, Haupt- und Restkristallisation. Einen besonderen Fall bildet die Aussaigerung der Sulfidschmelzen; sie entmischen sich schon bei der Erstkristallisation, erstarren aber erst nach den Silikaten der Hauptkristallisation. Die Mineralbildungen der Hauptkristallisation sammeln in sich alle Elemente, die in ihr Kristallgitter aufgenommen werden können. Maßgebend dafür ist nicht Atomgewicht oder chemische Verwandtschaft, sondern die Größe der in den Gittern meist ionisierten Atome (eingehende Forschungen von V. M. GOLDSCHMIDT). ...