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Die Zechstein-Schausammlung des Geologischen Institutes der Universität Göttingen

Fiege, Kurt

Kurzfassung

Das Geologische Institut der Universität Göttingen ist seit dem Aufblühen der Kali-Industrie auf das engste mit der Entwicklung unserer Kenntnisse der Geologie der nordwestdeutschen Kali-Lagerstätten verknüpft. Es ist daher natürlich, daß im Laufe der Jahrzehnte dort eine reichhaltige, - vielleicht die umfassendste - Zechstein-Sammlung zusammengebracht wurde. Es befinden sich in ihr viele Stücke aus Bohrungen und Schächten, die heute nicht mehr zugänglich sind, und die daher einen besonderen Wert besitzen. Infolge der im Jahre 1935 begonnenen Erweiterung des Museums des Göttinger Geologischen Institutes war es möglich, - einem dringenden Bedürfnis folgend -, eine besondere lagerstättenkundliche Abteilung einzurichten, in der die Zechstein-Sammlung ihrer Bedeutung entsprechend großzügig und würdig aufgestellt werden konnte. Der leitende Gesichtspunkt bei der Aufstellung war, an Hand ausgewählter, lehrreicher Schaustücke, ergänzender Zeichnungen und erläuternder Texte einen Gesamtüberblick über die Genese der Zechstein-Schichten, - vor allem der nordwestdeutschen Kalisalz-Fazies -, und ihrer Lagerungsverhältnisse zu geben, wobei z. T. neue museumstechnische Wege beschritten wurden. Dank einer großzügigen Spende der Burbach Kali-Werke, A.G., die durch Herrn Generaldirektor Bergassessor Dr. H. ALBRECHT vermittelt wurde, der auch hier wieder sein reges Interesse für die Kali-Geologie bewies, war es möglich, die Ausstellung in der geplanten Weise, - ohne Einengung durch Mangel an Mitteln -, aufzubauen. Den Burbach-Kaliwerken und Herrn Generaldirektor Dr. H. ALBRECHT sei auch an dieser Stelle der aufrichtigste Dank ausgesprochen. Die neuesten Forschungsergebnisse konnten bei der Neuaufstellung berücksichtigt werden, da für deren Darstellung wichtige Belegstücke teils aus der Grube Siegfried-Giesen gewonnen werden konnten, teils dem Museum von den Burbach-Kaliwerken überlassen wurden. Bei der Auswahl dieser Stücke war Herr Dr. G. HARTWIG, Geologe der Burbach-Kaliwerke, in der zuvorkommendsten Weise behilflich. Ihm gebührt hierfür und für manchen wertvollen Rat bei der Zusammenstellung der Schaustücke der herzlichste Dank. Vor der Beschreibung der Ausstellung selbst sei noch ein für die Aufbewahrung von Kalisalzen wichtiger museumstechnischer Hinweis gegeben. Wegen ihrer mehr oder minder starken hygroskopischen Eigenschaften zersetzen sich die Kalisalze in den Sammlungen, - selbst in möglichst trocken gehaltenen Schränken -, im Laufe der Zeit, werden damit unansehnlich und zeigen schließlich nichts mehr von ihrer ursprünglichen Schönheit der Farbe und Form. Im Göttinger Geologischen Institut wurde daher seit Jahren nach Versuchen des Herrn Oberpräparator R. JONAS ein Teil der Kalisalze in Glasgefäßen mit wasserklarem Paraffinöl aufbewahrt. ...