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Stellungnahme zu ,Reichsbodenschätzung und Bodenkunde" von G. GÖRZ und A. HOCK

Ostendorff, E.

Kurzfassung

1. Es wird bei H. STREMME die Bodenart nicht ,ganz allgemein" festgehalten, sondern in den Spezialkarten so weit unterteilt, wie es in der Praxis nur eben durchführbar ist. Die geologische Zugehörigkeit wird in den Spezialkarten auch erfaßt. Jedoch nicht, um danach bodenkundliche Unterschiede zu konstruieren. Im Acker-Schätzungsrahmen des Reichsfinanzministeriums wird, nach ,geologischer Entstehung" unterschieden, z. B. für diluvialen Sand allgemein 3 Punkte weniger gerechnet als für alluvialen Sand. Dies ist bodenkundlich unverständlich. Auf beiden Substraten können gleich günstige und gleich ungünstige Böden entstanden sein. Z. B. können auf alluvialen Sanden innerhalb entwässerten Schlickgebieten Böden auftreten, die zu den ungünstigsten gehören, die wir in Deutschland besitzen und kennen, ,Brenner", die sehr typisch sind und nach ihrer Bodenart gar nicht eingeschätzt werden können. ...