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Die biogenetische Bodenauffassung, die Auswertungskarten und ihre Notwendigkeit.

Stremme, H.

Kurzfassung

Wir pflegen in Deutschland die Bodenkunde mit ALBRECHT THAER vor 125 Jahren zu heginnen, der 2 der vielen volkstümlichen Einteilungsweisen der Böden als systematische und Bonitierungsbezeichnung zu einem wissenschaftlichen System zusammenstellte. Es waren die gesteinskundliche mit Ton-, Mergel-, Sand-, Lehmboden und die praktisch-biologische mit Weizen-, Gerst-, Hafer-, Roggenboden. In der Folgezeit bis heute hat man sich meist einseitig an die gesteinskundliche Bodeneinteilung gehalten, die in der geologisch-agronomischen Kartierung vor 60 Jahren ihre geologische Ausprägung erfuhr. Doch hat vor 40 Jahren der Geologe HAZARD sie mit der praktisch-biologischen verknüpft und wieder die volle Einheit geschaffen. Anstatt der praktisch-biologischen, die nur von begrenzter Anwendbarkeit ist, hat man jetzt in allen Ländern eine allgemein-naturwissenschaftliche eingeführt, die die Entstehung unter dem Einfluß der Lebewesen (Pflanze, Tiere, Kleinlebewesen, menschliche Arbeit) zur Grundlage hat. ...