Original paper

Sediment- und Bodenkartierung als Vorarbeit zur Landgewinnung am Frischen Haff.

Herrgeist

Kurzfassung

Bis zum Jahre 1914 brachte der Nebenmündungsarm der Weichsel, die Nogat, regelmäßig Sinkstoff zum weiteren Ausbau des Mündungsdeltas in den Nogathaffkampen aus den Quell- und Stromgebieten der Weichsel mit. Diese Sedimente, die meist eine schluffsandige Körnung aufweisen, wurden am südwestlichen Rand und bis weit hinein in das Frische Haff abgelagert. Der jährliche Landgewinn durch diese Anlandungen betrug etwa 15 ha. 1914 wurde dann die Nogat im Zuge der Weichselregelung stillgelegt. Damit erreichte die natürliche Landgewinnung mit einem Schlage ihr Ende. Es konnte nun nur noch das vorhandene Land eingedeicht und kultiviert werden. Der immer dringender werdende Landbedarf seit Kriegsende ergab die Notwendigkeit einer planvollen Neulandgewinnung auf anderer Grundlage. 1927 bis 1931 wurden die Nogathaffkampen, die bis dahin ohne Deichschutz waren, hochwasserfrei eingedeicht, und besonders tief liegende Teile durch Überschlickung aufgehöht. ...