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Vergleich zwischen dem alten und dem neuzeitlichen Vulkanismus. Ein Beitrag zum Eruptionsgesetz der vorquartären Vulkane.

Klüpfel, Walther

Kurzfassung

Der bisher petrographisch bearbeiteten Vulkanologie stellt der Redner die Vulkangeologie gegenüber, welche sich im Rahmen der geologischen Entwicklungsgeschichte und unter Betonung der Datierung mit den Beziehungen zwischen Vulkanismus, Tektonik und Sedimentation befaßt. Bisher nahm man als selbstverständlich an, daß die Altvulkane vollkommen den quartären und rezenten Neuvulkanen entsprechen. Durch einen Vergleich dieser beiden Typen weist der Redner auf die grundlegenden Unterschiede hin: Dem oberirdischen, zentralen, periklinalen Hochbau des Neuvulkans steht der unterirdische, meist lateral gespeiste Horizontalbau der Altvulkane gegenüber. Dementsprechend fehlen beim Altvulkanismus die Ergußkrater, die Schmalformen der Lavaströme, alle Hohl formen (Lavatunnels usw.) und alle Aufbauten (Hornitos und dergl.) gänzlich. Außerdem fehlen die Erscheinungen der Blocklava, die Lapilli- und Schlackenkegel usw. ...