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Phosphorsäure-haltige Gesteinsanalysen über 0.50 v. H. aus Nordbayern (ohne Mainfranken)

Krumbeck, Lothar

Kurzfassung

In seiner Arbeit über die Bestandsaufnahme der Gesteine Deutschlands mit mehr als durchschnittlichem P2O5-Gehalt hat es K. HUMMEL mit Recht als geboten erachtet, daß für Einzelgebiete eine Ergänzung seiner dankenswerten Zusammenstellung stattfinde. Für Nordbayern (ohne Mainfranken) ist das in der beifolgenden wohl ziemlich vollständigen Liste geschehen. Sie zeigt uns, daß von allen veröffentlichten und einigermaßen bemerkenswerten P2O5-haltigen Vorkommen Analysen vorhanden sind, und zwar ganz vorwiegend solche aus neuerer Zeit. Tiefengesteine treten fast ganz zurück, weil ihr P2O5-Gehalt i. d. R. weniger als 0,5 v. H. beträgt. Bei den Basalten selbst und bei ihrem Zersatz ergeben mehrere Analysen einen bedeutenden Hundertsatz an P2O5; an der Sattlerin erfolgte im Weltkriege sogar ein Abbauversuch. Unter den Sedimentgesteinen hat bisher ein wirklicher Abbau nur auf die Phosphorite des Erz-Berges bei Amberg (Obpfz.) stattgefunden (,Rhenania-Phosphat") (vgl. Nutzb. Min. Bd. II, 1936, S. 373). Bereits GÜMBEL (1867, II, S. 148) hat bezweifelt, ob die Phosphate Nordbayerns, von denen ihm die wichtigsten schon bekannt waren, die Unkosten der Gewinnung nebst der für die Landwirtschaft früher notwendigen Umwandlung in Superphosphat tragen können würden.