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Geologische Forschungsmöglichkeiten in Santo Domingo (Westindien)

Weyl, Richard

Kurzfassung

Forschungsreisen in außerdeutsche Gebiete sind durch die dem Reich aufgezwungene schwierige Devisenlage stark beeinträchtigt worden. Jede Möglichkeit, ohne Beanspruchung von Devisen zu wissenschaftlicher Tätigkeit im Auslande zu reisen, ist daher zu begrüßen und sollte weitgehend ausgenutzt werden. Draußen, insbesondere in tropischen Gebieten gesammelte Erfahrung kommt der Arbeit im eigenen Lande zugute und wird bei der erhofften kolonialen Betätigung Deutschlands auch unmittelbarst dem Gesamtwohl dienlich sein. So wurde der Wunsch des Staatschefs der Dominicanischen Republik nach naturwissenschaftlicher Erforschung seines Landes von deutscher Seite gerne aufgenommen und im Herbst des Jahres 1937 in Ciudad Trujillo das Deutsch-Dominicanische Tropenforschungsinstitut (Instituto Cientifico Dominico Alemán) gegründet. Es gehört der Hanseatischen Universität Hamburg an und steht unter Leitung seines geistigen Urhebers Professor Dr. ADOLF MEYER-ABICH. Das Institut bietet gleichzeitig 3-4 Gastforschern der verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen unter denkbar günstigen Lebensbedingungen die Möglichkeit zu Arbeiten in einem tropischen Gebiet, von seiten der biologischen Fächer herrscht bereits lebhafte Nachfrage nach Arbeitsplätzen.