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Beobachtungen in den Salzpfannen (Salaren) der nordchilenischen Kordillere

Wurm, A.

Kurzfassung

Die Bolivien-Bahn, die von der Hafenstadt Antofagasta nach Bolivien führt, vermittelt einen guten Überblick über die Großlandschaften Nordchiles. Die Bahn erklimmt zuerst die Höhe der Küsten-Kordillere, quert dann das hier stark zersplitterte Längstal, eines der extremsten Wüstengebiete der Erde. In der zerwühlten Salpeter-Pampa von Baquedano und Chacabuco hat sie schon Höhen von über 1000 m erreicht. Bei Calama (2266 m) quert sie das Tal des Rio Loa, der auf großen Umwegen durch die Wüste in den pazifischen Ozean fließt. Weiter im Osten, bei San Pedro de Vulcan, tritt die Bahn in die Hochkordillere ein, umkreist den lavagepanzerten, noch schwach rauchenden Kegel des San Pedro (5970 m), der eckpfeilerartig aus dem Wall der Kordillere heraustritt. Bei der Station Ascotan erreieht die Bahn ihren höchsten Punkt (3960 m), dann öffnet sich der Blick auf ein großes Längsbecken, dessen Boden in glänzendem Weiß erstrahlt, auf den Salar von Ascotan (vgl. Abb. 1).