Original paper

Der Werdegang der Kreide-Erzbecken von Auerbach/Oberpfalz

v. Freyberg, Bruno

Kurzfassung

Zusammenfassung. Durch karten- und profilmäßige Darstellung kann exakt nachgewiesen werden daß die Bruchlinien jünger sind als die Schutzfelsschichten und daß infolgedessen die ,Spaltentheorie" zur Erklärung der Kreide-Erze von Auerbach aufgegeben werden muß. Die Schutzfelsschichten sind durch eine innerkretazische Abtragung eingeengt und von Ob. Kreide diskordant überlagert worden. Daß die mächtigsten Erzlager da liegen, wo ,Erzformation und Doggereisensandstein in irgendeiner Verbindung miteinander stehen" (SEEMANN 1925), erklärt sich daraus, daß die Erze an den am tiefsten versenkten Stellen, an denen sie auch neben Doggersandstein gelegt wurden am ehesten Aussicht auf Erhaltung hatten. Die Erzlager bildeten sich nicht als Folge der Spalten, aber an Stellen, die zur Bildung späterer Spalten offenbar oft prädestiniert waren. Es fällt auf, daß die Bruchverschiebungen mit Vorliebe da eintreten, wo der Malm durch die Abtragung vorher auf ein Minimum verdünnt oder ganz entfernt war. Insofern bestehen Zusammenhänge tektonischer Art, auf die jedoch erst im Rahmen einer tektonischen Analyse des Gesamtgebietes eingegangen werden soll Vielleicht war die Erzbildung eine Folge des Grundwasseranstiegs welcher der Transgression der Ob. Kreide vorausging.