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Geologische Beobachtungen in der Umgebung des Christoph-Berges und St. Magdalens-Berges bei Klagenfurt

Seelmeier, Hans

Kurzfassung

Zusammenfassend kann wiederholt werden, daß am geologischen Aufbau des Gebietes zwischen St. Donat, Pischeldorf und Brückl eine steilstehende, zu einem Schichtpaket zusammengepreßte Serie aus tonigen bis sandigen Sedimenten und vulkanischen Ablagerungen in der Form von Diabasen, Diabasschiefern und Tuffen und die darüber transgredierenden Ablagerungen der Grödener Schichten usw. beteiligt sind. Die steilstehenden Gesteine sind so miteinander verarbeitet bzw. durchgearbeitet, daß eine genauere Gliederung im Maßstab 1:25 000 nicht möglich war. Ein Teil dieser Schichtglieder konnte auf Grund von Fossilfunden in das Silur gestellt werden. Über dieser steilstehenden Serie liegen mit einer großen Transgressionslücke die Grödener Schichten auf, die an einer Stelle von einem ganz kleinen ladinischen Vorkommen überlagert werden. Die beiden Teile - das steilstehende variscische Gebirge und die darüber transgredierenden Ablagerungen der Grödener Schichten - haben eine gemeinsame Tektonik nur mehr in ganz geringem Maße erlebt; es kommen nur Brüche von ganz kleiner Sprunghöhe vor, die beide Teile treffen. Im Vergleich mit anderen Gebieten erscheinen nur die paläozoischen Ablagerungen interessant; das wesentlichste davon wurde bereits im Jahre 1938 (SEELMEIER 1938) veröffentlicht; ich habe damals Beweise angeführt, daß man u. a. auf Grund von Fossilfunden, der geologischen Position und des Gesteinshabitus beträchtliche Teile der sedimentären Ablagerungen und der Diabase bzw. Diabasschiefer usw. des Grazer Paläozoikums mit den Gesteinen des variscischen Unterbaues des Gebirges bei Pischeldorf parallelisieren kann. Ich habe damals auch ganz kurz Bezug genommen auf die Vererzung und kann heute dazu sagen, daß auch in dieser Richtung eine gewisse Parallele mit dem Paläozoikum nördlich von Klagenfurt und dem von Graz festzustellen ist. ...