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Einige Bemerkungen zur Stratigraphie des Saarbrücker Karbons

Bode, Hans

Kurzfassung

Zusammenfassung. Die stratigraphische Eingliederung des Saarbrücker Steinkohlengebirges in das allgemeine Normalprofil des Karbons ist nur mit Hilfe der fossilen Flora möglich. Dabei ergeben sich drei wichtige Gesichtspunkte. 1 Die Unterschiede der Pflanzenführung zwischen dem Westfal und dem Stefan sind in Saarbrücken so scharf ausgeprägt, daß sie nur unter der Annahme einer Schichtenlücke an der Westfal-Stefan-Grenze verständlich erscheinen. 2 Der Beginn des Westfal D muß, wie in den anderen Karbongebieten, auch in Saarbrücken durch das erste Auftreten von Neuropteris ovata gekennzeichnet werden, das im Niveau des Tonsteins II liegt. Das Westfal D umfaßt damit die untere und obere Flammkohle. Die Geisheckschichten gehören nicht mit in das Westfal D. 3 Äquivalente des Westfal B sind im Saarbrücker Karbon nicht vorhanden. Auch die tiefsten Schichten der Fettkohle sind noch in das Westfal C zu stellen, das damit die Fettkohle und die Geisheckschichten umfaßt.