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Wissenschaftliche Sitzungen der Gesellschaft Berlin, den 8. Januar 1941. Über die magnetischen Eigenschaften von Gesteinen und Erzen und über die damit zusammenhängenden Lagerstättenprobleme.

Reich, H.

Kurzfassung

Es wurde zunächst der Begriff der magnetischen Remanenz erläutert. Es ist das der Anteil der Magnetisierung, der von früheren Magnetisierungsvorgängen herstammend im Erdfeld zurückgeblieben ist. An Messungen an einem Magnetitskarngestein (Größenordnung der Magnetisierung: 0,1), an einem Gabbro (Größenordnung der Magnetisierung: 0,01) und an einem Andalusitglimmerschiefer (Größenordnung der Magnetisierung: 0,001) konnte gezeigt werden, daß die remanente Magnetisierung die induktive um ein Vielfaches übertreffen kann. Für die Probleme der Lagerstättenkunde ist wichtig, daß Sulfidlagerstätten in manchen Erzprovinzen immer in Verbindung mit magnetischen Anomalien auftreten. Die thermischen Vorgänge bei der Mineralbildung sind von größter Bedeutung für die Magnetisierung.