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Interglaziale und vor-saaleeiszeitliche Ablagerungen in der Münsterschen Bucht

Wehrli, Hans

Kurzfassung

Diluviale Ablagerungen, die unter der Grundmoräne der Saale-Eiszeit liegen, sind in der Münsterschen Bucht sehr selten, und noch nie im Zusammenhang eingehend behandelt worden. Die vorliegende Arbeit soll diese Lücke ausfüllen. 1. Das Interglazial auf der Geist bei Münster. Dieses Vorkommen erwähnt WEGNER (1926) kurz in seiner Geologie Westfalens, 2. Aufl., S. 327, unter den altdiluvialen Ablagerungen. Er gibt das Profil der Bohrung wieder (7 m sandige Ablagerungen der Endmoräne, 2,5-3 m Geschiebemergel, 10 m Sande, darunter Kreidemergel) und erwähnt aus einer über den Kreidemergeln liegenden schluffigen Sandschicht Holzreste von Birke und Eiche. Im Jahre 1933 beschrieb STEUSLOFF (1933, S. 28-32) eine Molluskenfauna aus den liegenden Sanden dieser Bohrung und kam zu folgenden Schlüssen: Die genaue Eingliederung dieser Sande ist z. Z. nicht möglich. Sicherlich sind sie älter als die unter Vogelheim beschriebenen Sedimente. Der ganze Charakter des Molluskenbestandes hat nichts gemeinsam mit dem Interglazial von Wiedenbrück.