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Faltenbau und Schieferung im Paläozoikum von Spanisch-Marokko

Quiring, Heinrich

Kurzfassung

Während des spanischen Bürgerkrieges besuchte ich von Februar bis April 1937 den größten Teil der Erzlagerstätten von Spanisch-Marokko. Die wertvollsten Vorkommen (Roteisensteinlager und -gänge von Melilla und Afrau, Antimonglanzgänge von Ceuta) sind an altpaläozoische Schichten (Kambrium und Silur) geknüpft. Die Aufklärung der Geologie von Spanisch-Marokko schreitet zwar, nachdem während der Kämpfe gegen Abd el Krim (1921 bis 1926) vorzügliche Karten im Maßstabe 1:50 000 geschaffen worden sind, erfreulich voran, die spanischen Geologen bevorzugen aber aus verständlichen Gründen die Darstellung des Mesozoikums, Känozoikums und der Eruptivgesteine. Das fossilarme Paläozoikum wird meist umgangen und erscheint auf den Spezialkarten entweder unter anderen unsicheren Formationsbezeichnungen (Liasico indeterminado, Flysch dudoso cretaceo) oder als Palaeozoico antiguo indeterminado.